Der Wert der Arbeit - Kurze Gedanken

geschrieben von | Mittwoch, Mai 13, 2015 Kommentar hinterlassen
Im Zuge der letzten Streiks (Deutsche Bahn, Erzieherinnen und Erzieher, der Bahn, Geldboten, Bahn, Piloten, DB, Deutsche Post AG, Bahn AG, …) fiel immer wieder die Formulierung „vom Wert der Arbeit“.

Eine der Rechtfertigungen für Forderungen nach mehr Geld, bzw. anderen Vergünstigungen, die ich jetzt außen vor lasse.


Es kursieren dabei Geldbeträge - um dies kurz als Beispiel anzuführen - die voneinander stark abweichen. Ich selbst hörte bei den Erziehern einen Betrag in Höhe von 3800 Euro Einstiegsgehalt im Schnitt, welches im Verhältnis zu einigen anderen Berufsgruppen viel zu gering sei.

Ob der Betrag jetzt korrekt ist, oder nicht, sei dahingestellt, denn schließlich geht es um die Erziehung unserer Kinder, und der Beitrag, den die Erzieher dabei leisten, ist von uns nicht hoch genug zu bewerten. Kinderlose vielleicht ausgenommen.

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, Berufe, Jobs, Arbeiten nach ihrer Wertigkeit zu bezahlen, denn der Maßstab des Wertes von Arbeit darf natürlich nicht nur auf einige ausgewählte Berufsgruppen begrenzt bleiben.

Kinder und die damit verbundene Erziehung sollten unser höchstes Gut sein und die Bezahlung an der Spitze der Einkommen auch dementsprechend ausfallen.

Oder sollten vielleicht die Feuerwehrleute an diese Spitze? Die haben ja eine 7-Tage Woche, müssen rund um die Uhr einsatzbereit sein und retten ja auch Kinder.

Und unsere Bundeswehr? Im Ernstfall, der hoffentlich niemals eintreten wird, schützen die uns ja alle.
Wie eine Art Kondom, was man laufend mitschleppt und letztlich doch nicht braucht.

Vielleicht könnte man diese „Berufsgruppe“ auch ganz abschaffen und die Gelder anders einsetzen, denn Krieg braucht echt keiner.

Und überhaupt, wir werden alle immer älter und gerade die Rentner verschlingen Unsummen für Arztbesuche, Ersatzteile, Pflege, ...

Pflegekräfte. Brauchen wir die überhaupt? Sollten wir nicht einfach der Natur ihren Lauf lassen?

Jetzt raufen Sie sich mal nicht erbost die Haare!!! Schließlich ist die „Wertstellung“ von Pflegekräften bereits heute, gemessen an der Bezahlung, extrem gering. Und die einzigen Menschen, die sich darüber aufregen, sind die Pflegekräfte. Und die Betroffenen natürlich. Aber damit hat es sich auch schon.

Woran das wohl liegt? Könnten doch einfach mal streiken, die Rentner!

Scheinbar ist es nicht nur der Wert der Arbeit, der honoriert wird.

Eher ist es doch so, dass ein Streik nur erfolgreich sein kann, wenn man damit genug Leuten auf die Füße treten kann.

Es ist schwierig, den Wert von Arbeit geldlich einzuordnen.

Ich muss zugeben, dass ich es nicht kann.
Wie und wo ordnet man denn zum Beispiel die Mindestlöhner ein?

Dass diese Menschen so gut wie keine Möglichkeiten haben, ihre Interessen durch Streik durchzusetzen, ist offensichtlich und brauche ich an dieser Stelle nicht weiter zu erläutern.

Mindestlohn! Im Moment noch ganz frisch und nur mit viel Widerspruch erkämpft. Meist Arbeiten, die man nicht unbedingt als erstrebenswert erachtet.

Sollten nicht eher diese „undankbaren“ Arbeiten besser bezahlt werden?

Na ja, wie erwähnt: ich weiß es nicht. Was ich weiß - und mitbekomme - ist, dass viele die Relationen zur Arbeit gegenüber dem Einkommen verloren haben und sich die Gehaltsschere immer weiter öffnet.

Vielleicht erläutern uns ja mal die, die für „ihren Wert der Arbeit“ streiken, wie sie den Wert der Arbeit anderer einstufen würden.

Vielleicht einem Rentner, der sein Leben lang gearbeitet hat und am Ende beim Sozialamt betteln muss.

Nicht missverstehen – ich habe für Streiks Verständnis, sofern es sich nicht langfristig für andere negativ auswirkt. Denn es wirkt sich bereits aus...

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