Berlin, Sex and Drugs & Rock`n`Roll - Kurze Gedanken

geschrieben von | Freitag, September 07, 2012 2 Kommentare
Kurz nach 22:00 - endlich Feierabend.
Auf zur U-Bahn, die ja um diese Zeit immerhin noch alle 10 Minuten fährt. Dieser Spätfeierabendzurbahnweg ist leider sehr dunkel und als ich fast von zwei Radfahrern erlegt werde, steigt mein Wutpegel in erhebliche Regionen. Unbeleuchtete Räder und nicht mit dem erkennbar kleinsten Ansatz eines Versuches des Fahrers, auszuweichen. Klar, nun fallen mir verschiedene Dinge ein, die mich ärgern.

Warum gibt es für Beiträge in diesem Blog so wenig Kommentare auf die Artikel? Es macht schon richtig Arbeit, sich hinzusetzen und seine Gedanken aufzuschreiben. Zu wenig Interesse an den Themen? Hmm, dann sollte es mehr Kommentare geben ...
Ist nur das Wort Sex in der Überschrift verlockend?


Na ja, egal jetzt und wie auch immer; bin angekommen, versuche die zombieartigen Wesen in der "Bahnhofsvorhalle" schnell zu passieren und erklimme die Treppen zu den Gleisen.

Ein gruseliger Bahnhof ...
Der sich nicht, wie die meisten in Berlin, unterirdisch, sondern über der Straße befindet.
Wovon nur die Mitte des Bahnhofs überdacht ist.
Man weiß nie genau, wo der Zug halten wird.
Da kommt er auch schon.
Und tatsächlich: Die Bahn hält erst, als die meisten Waggons bereits außerhalb des überdachten Bereichs sind. Zum Ko...

Alle, die im "hinteren" Bereich stehen, müssen nun zum letzten Wagen rennen und so drängt sich wieder ein Großteil der Fahrgäste in den letzten beiden Wagen. Bitte das Wort "Gäste" in diesem Fall nicht wörtlich nehmen!

Bald ruckt die Bahn an und ich finde mich in einem dieser überfüllten Waggons wieder. Es ist knallig heiß und die Leute stehen eng an eng. Aus zwei "Ecken" des Waggons klirrt laute Musik. Mein Traum, dass sich in dieser Enge ein paar Hinterbacken einer jungen Dame an mich pressen, bleibt ein Traum.

Es ist nicht nur in den Ecken irre laut.
Viele Berlin Touristen, viele Freizeit-Säufer.
Scheint wohl ein neuer Trend zu sein, halbvolle Bierflaschen mit sich rumzuschleppen und ab und an daran zu nippen.
Einige haben schon etwas mehr, als nur genippt ...
Und einige stinken, als wären sie gerade aus der Grube gekrochen.
Hier und da verteilt kleine Pöbeleinen von Leuten, denen man ihre übersteigerte Affinität zum Alkohol nicht nur ansehen kann.

Irgendwie überstehe ich auch diesen Heimweg wieder ein Mal und komme endlich an meiner letzten Station an. Nun noch ein paar Minuten, dann bin ich zu Hause. Vielleicht hab ich ja eine Lösung.

Ich werde mein altes Rad aus dem Keller befreien. Die Beleuchtung entfernen, mich wie die anderen Radler mit dunkler Kleidung bewaffnen und den Arbeitsweg fahrradfahrender Weise zurücklegen. Passanten anvisieren und darauf zusteuern, um sie in die Schranken zu weisen. Werde sie laut anfluchen und dabei meinen Mittelfinger in die Höhe strecken.

Vielleicht rufe ich: "Kauft meine Bücher!" Oder: "Schreibt Kommentare!"
Ich komme wieder!

2 Kommentare:

Laura von S hat gesagt…

he he he, weil keiner hier Zeit hat ;) und die meisten schreiben über FB, ist bei mir so ;)

Emjott61 hat gesagt…

 Kommentare gehen auch über FB ... ;-)))

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