Berliner Verkehrschaos am 14. und 15. April und der Tiergartentunnel wird gesperrt

geschrieben von | Samstag, April 16, 2011 1 Kommentar
Das waren mal wieder zwei tolle Tage für die Berliner Autofahrer. Da treffen sich die Aussenminister der NATO in Berlin und die niederländische Königin Beatrix ist zeitgleich auch noch mit ihrem Tross in der Hauptstadt - Ursachen genug um den Verkehr im Zentrum der Stadt zum erliegen zu bringen.

Und zu allem Überfluss wird dann auch noch der Tiergartentunnel gesperrt, der eigentlich für eine Entlastung solcher Situationen herhalten soll. Schlimmer noch, dass dann das Gerücht die Runde machte, dass der Tunnel nur deswegen gesperrt wurde, weil die Überwachungskameras im Tunnel statt lediglich zu überwachen das was sie zu sehen bekamen, auch noch gespeichert hatten. Und niemand soll in der Lage gewesen sein diese Speicherung anzuhalten.

Inzwischen wurden die Informationen zwar revidiert, die Sperrung war wohl genau aus dem gegenteiligen Grund erfolgt, die Kameras konnten eben keine Bilder mehr speichern, die Überwachung war damit wohl nicht mehr möglich, und auf Grund des erhöhten Verkehrsaufkommens wurde die Unterführung des gebeutelten Bereichs aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Aber auch dieser Grund kann die genervten Autofahrer nicht beruhigen. Wenn ein Tunnel entlasten soll und dann, gerade wenn eine Überlastung stattfindet aus eben diesem Grund gesperrt wird, dann hat er seine Aufgabe mehr als verfehlt. "Setzen, sechs" hieß das früher!

Wir Autofahrer, vor allem die, die im gesperrten Bereich, quasi vom Alex bis zum Potsdamer Platz und von der Kochstrasse bis zur Torstrasse, ihrem Job nachzukommen hatten, können so ein Chaos einfach nicht verstehen. Da kommmen ganz schnell Gedanken über Unfähigkeit und "nicht vorbereitet sein" auf.

Bleibt uns nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus diesem Desaster gelernt haben und es beim nächsten Mal besser geregelt bekommen. Ich wünsche mir jedenfalls irgendwie die Entlastungsstrasse zurück, die hat damals immerhin das gemacht was sie sollte und benötigte dafür auch keine Kameras, egal ob mit oder ohne Speicherung!

So i wonder...

1 Kommentare:

Freie Wähler Berlin hat gesagt…

Zunächst darf es als durch wiederholte Beobachtungen gesicherte Erkenntnis gelten, dass der Polizeipräsident in Berlin die steuerfinanzierte Pressearbeit seiner Behörde dazu einsetzt, von kriminellen Einsatzpannen abzulenken. Was genau mit den Verkehrsüberwachungskameras war, muss daher dahingestellt bleiben. Jedenfalls wäre der Tiergartentunnel dann eben durch fünf der 5.000 eingesetzten Polizisten visuell vor Ort zu überwachen gewesen - der stundenlange Aufenthalt im Tunnel ist zwar ungemütlich, aber nicht gesundheitsgefährdend (zumal moderne Einsatzfahrzeuge über eine Umluftschaltung verfügen).

Chirurgen kommen zu spät zur Arbeit, Einsatzfahrzeuge bleiben im Stau stecken, weil Polizeidirektor Keese seinen Einsatz nicht im Griff hat. Er wollte einen Super-Gipfel hinlegen, weil er sich als Nachfolger des Polizeipräsidenten Dieter Glietsch beworben hat. Wir sind gespannt, ob die rücksichtslose und vermutlich sogar rechtswidrige Tunnelsperrung Konsequenzen für die Polizei hat. Näheres unter www.berlin2011.wordpress.com

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