Die Linke verweigert sich der Bundesrepublik gleich doppelt - keine Nationalhymne und Stimmenthaltung

geschrieben von | Mittwoch, Juni 30, 2010 11 Kommentare
Was soll das? Ich lebe da in einer Demokratie - glaube ich. Und ich werde vertreten, von diversen Parteien, die ich auch mit gewählt habe. Und diese Parteien regieren für mich in meinem Land. Und natürlich auch für mein Land. Aber was musste ich da heute mitbekommen bei der Bundespräsidentenwahl?

Ich möchte mich gar nicht über das Ergebnis aufregen. Und auch nicht darüber, dass hier wohl der Kandidat gewählt wurde, den die Mehrheit des Volkes wohl nicht gewählt hätte. Ich störe mich da an drei ganz anderen Dingen, und alle drei haben direkt mit nur einer einzigen Partei zu tun, nämlich "Die Linke".

Da schmollt diese Partei und verweigert die Wahl von Gauck, ermöglicht damit indirekt die Wahl des CDU/FDP Kandidaten Wulff. Aber gut, auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann, so kann ich es immerhin noch irgendwie akzeptieren. ABER - fast die kompletten Anwesenden Linken verweigern das Singen der Deutschen Nationalhymne als Abschluss der Bundesversammlung der sie das Privileg hatten angehören zu dürfen. Der Hymne des Landes dem sie dienen wollen. Dem Lied der Deutschen, deren Vertreter sie sind. Was soll das? Wollte man hier lieber "Auferstanden aus Ruinen" singen?

Und was sollen die 121 Enthaltungen die ja, obwohl geheim abgestimmt, fast vollständig aus der Reihe der Linken kommen, dafür muss man nun wirklich kein Hellseher sein. Das Land, dem sie dienen, in dem sie Leben, dass ihre Gehälter bezahlt, dem sie sich verschrieben haben, dieses Land bekommt einen neuen Präsidenten und der Linken ist das EGAL, sie enthalten sich der Stimme?

Ich glaub es hakt? Ich hatte ja bisher nicht wirklich etwas gegen die Linke. Ich denke ja, eine gesunde und gut verteilte Parteienlandschaft ist durchaus sinnvoll für eine funktionierende Demokratie. Aber solch eine offen zur Schau gestellte Verweigerung zum eigenen Land, bis hinein in die Spitzen der Partei, das gehört verboten und abgestraft! Frei nach dem momentan vorherrschenden Motto der Fußball-Weltmeisterschaft erteile ich hierfür nicht nur gelb-rot sondern eine ganz klare ROTE Karte (auch wenn diese Farbe den Tätern wohl eher schmeicheln wird).

So i wonder...

11 Kommentare:

Umu hat gesagt…

Ist mir auch sofort aufgefallen. Vor allem bei Luc Jochimsen: Sie hätte theoretisch Bundespräsidentin werden können und singt nicht einmal die deutsche Nationalhymne? Das ist dann doch sehr traurig. Mich, als rot-grün Wähler hat das aber auch in einem gewissen Punkt gefreut: Insgesamt hat der Tag heute gezeigt, wie groß die Kluft zwischen rot-grün und den Linken ist ....

Demokrat hat gesagt…

Meine Stimme haben die Linken verloren. Vielleicht sollten sie ihren Namen ändern (SED) ich hielt solche Spitzen bisher für übertrieben, aber es scheint ja was dran zu sein. Und mitregieren wollen die ja scheinbar wirklich nicht, nur meckern und maßregeln. Echt schade das sie die Chance nicht wahrgenommen haben Gauk zu wählen. Es wäre möglich gewesen!

Gikauss hat gesagt…

Dem kann ich nur zustimmen. Die Linke wollen unsere Volksvertreter sein, werden im Bundestag vom Volk bezahlt, stellen eine eigene Kandidatin zur Wahl des Bundespräsidenten und verweigern das mitsingen der Nationalhymne, selbst auch die Kandidation Luc Jochimsen die eigentlich unser Land vertreteten wollte. Wie unglaublich ist das denn? Man stelle sich nur mal theoretisch vor deren Kandidatin hätte die Wahl gewonnen und singt die Nationalhymne nicht mit.
Damit hat sich die Linke vor aller Augen als demokratische Partei disqualifiziert.
Für mich sind es nun nur noch die SED'ler die unter uns wie ein Wolfs im Schafspelz fungieren.

ts hat gesagt…

Kleiner Hinweis: muss man eine Hymne singen, wenn man sich - wie die Linke - mit dem Inhalt nicht identifizieren kann? Aufstehen ja - aber mitsingen?

Ich finde weder der Fussballer Özil noch ein Bundestagsageordneter muss dies tun.
Ich musste früher am Anfang des Unterrichts mitbeten - warum? Ich finde, Demokratie ist, wenn man sich eine Meinung bildet und dann eben auch entscheiden kann, dass der Text und die Melodie für einen persönlich nicht ok ist - und das lässt sich auch gut begründen, weil die Melodie von Nazis gesungen wurde.

Man kann der aktuellen Hymne übrigens schon auch kritisch gegenüber stehen. Dazu hier ein spannder Artikel:

http://www.wissenrockt.de/2010/06/17/uber-die-evolution-deiner-hymne/

Übrigens:
Die Nationalhymne ist im Grundgesetz gar nicht festgeschrieben. Lediglich ein Briefwechsel zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler entscheidet über die Verwendung des Liedes als staatstragendes Gut.

Heute, wo "Das Lied der Deutschen" von der Bevölkerung grad mal zu Fußballländerspielen mitgegrölt wird, stellt die Nationalhymne einen gewissen Anachronismus dar. Selbst zu Anlässen wie den Olympischen Spielen nehmen sich inzwischen viele Mannschaften ihre eigenen Hymnen mit - wie die Handballer in Athen 2004 das Stück "Heat“ der Regensburger Band "Beige GT".

Also eine Demokratie lebt davon, dass sich Menschen Gedanken machen und diese vertreten.
Mit einem Aufstehen zur Hymne zeige Respekt für mein Land - aber ich muss nciht singen, dass ich inhaltlich falsch finde.

Ditelk78 hat gesagt…

was ist denn inhaltlich so falsch an der Deutschen Nationalhymne dass man sie nicht mitsingen könnte:
Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben,
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand:
Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!"

Die ist doch super. Dem kann man doch nur zustimmen.

Die Französische Nationalhymne ist grenzwärtig, bei der könnte man sich überlegen nicht mitzusingen. Die ist nämlich an Kriegslüsternheit und Gewalttätigkeit kaum zu überbieten.

Summoner hat gesagt…

Lächerlich.
Die Linke soll einen Kandidaten wählen, dessen Positionen sie eindeutig und in aller Öffentlichkeit ablehnt (Stichwort Afghanistaneinsatz & Liberalismus)?
Nein, sie hat Größe bewiesen indem sie eine Kandidatin aufgestellt hat, die Ihre Positionen vertritt und sie zurückgezogen als keine Aussicht auf Erfolg mehr bestand. Eine Enthaltung im dritten Wahlgang war dann nur konsequent. Im Gegenteil: Ein Umschwenken auf Gauck hätte ihnen selbst geschadet. Wie hätte man denn der Parteibasis die Wahl eines konservativen Kandidaten verkaufen sollen? Vor Allem, da man im Vorfeld lang und ausführlich erklärt hat, warum dieser nicht wählbar ist.
Mißbraucht wurde die Wahl von Rot Grün bzw. Schwarz Gelb. Die einen wollten mit der Aufstellung von Gauck (ein Kandidat, den sie bei eigener Mehrheit NIE aufgestellt hätten) die Regierungskoalition sprengen, die anderen wollten ihrer Kanzlerin einen Denkzettel verpassen. Dafür hat sich die Linke nicht einspannen lassen. Dies verdient zumindest ein wenig Respekt. Dieser wurde durch die Verweigerung der Hymne allerdings gleich wieder aufgebraucht.

Andreas Heiser hat gesagt…

Man kann über die Stimmenthaltung bei der Wahl nun wirklich geteilter Meinung sein, wenn man die Argumente der Linken hört, kann man durchaus mitempfinden, was sie sich dabei denken, Aber die demonstrative Verneinung unserer ( und offensichtlich nicht ihrer) Nationalhymne disqualifiziert die Wahlfrauen und -männer der Linken für alle Zeiten!
Tumbe Sportler, die den Text nicht können und bei Siegerehrungen nur dumm in die Kamera kucken, kann man noch verzeien, aber die so hochgebildeten Vertreter der Linken haben geradezu die Nation beleidigt! Dafür gibt es einfach keine Erklärung, die irgendwie verzeihbar wäre. Man sollte allen auf Lebenszeit die bürgerlichen Ehrenrechte absprechen und sie damit endgültig in der Versenkung verschwinden lassen.

Walois hat gesagt…

Der Kompromiss war die eigene Kandidatin aus dem Rennen zu ziehen. Hätte die arrogante SPD die Linke nicht ständig attackiert und wäre Gauck nicht ein Befürworter des Hartz 4 Massenvernichtungsgesetztes (das ist der eigentliche Punkt !) hätten die Linken Gauck gewählt.
Die Interpretation das den Linken egal ist welcher Bundespräsident gewählt wird, ist so als ob ich sagen würde wenn jemand nicht zur Bundestagswahl geht ist es Ihm auch egal wer welche Gesetze beschließt. Die Bundesbürger sind frustiert und Die Linke setzt ein Zeichen, so sind die Fakten.
Also macht weiter Ihr neunmalklugen, redet die gleiche Predigt wie Sie euch vorgekaut wird weiter.

Paul Balcerowiak hat gesagt…

Das Amt des Bundespräsidenten wurde doch beschädigt, denn alle haben doch taktiert. Gabriel, Trittin, die Überläufer, Frau Mekel: Es ging doch um parteipolitische und private Motive. Und die einzigen, die da nicht mitgemacht hat, war die Linke. Ob man sie mag oder nicht, irgenwie hat sie Charakter bewiesen, denn sie hat ja nie gesagt, dass sie Herrn Gauck wählen wird.

Wanda Lismus/Lisa B. hat gesagt…

Jetzt macht eine Mücke doch nicht gleich zum Elefanten. Ich persönlich finde die Stimmenthaltung _weitaus_ schlimmer als die Ablehnung einer dumpfen, nationalistischen Tradition, die ohnehin nur ein bedeutungsloses Symbol ist. Die Nationalhymmne nicht zu singen schadet niemandem und ändert nichts an der aktuellen politischen Situation - ganz im Gegensatz zur trotzig-kindischen Verweigerung der Teilnahme an einer wichtigen politischen Entscheidung!

PeterGrunwald hat gesagt…

Nach dir müßte man also ganz Deutschland platt walzen weil da ja die Nazis waren. Also sowas unqualifirziertes habe ich schon lange nicht gelesen. Die Hyme wurde im 19.Jhr. geschrieben und da gab es keine Nazis. Übrigens war die Hyme der Nazis "Die Fahne Hoch" Sowas wie du gehört ausgebürgert und am besten zurück entwickelt und abegtrieben. Wegen solchen Primaten wie dir(Die zwar meinen sie sind heller in der Birne, sind sie aber nicht) müssen wir noch Jahrzehnte Rechenschaft ablegen.

ARSCHLOCH

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