Das war wohl nichts, Herr Wulff?

geschrieben von | Mittwoch, Juni 30, 2010 Kommentar hinterlassen
Christian Democratic Union party (CDU) candidate Lower Saxony state premier Christian Wulff sits next to German Chancellor Angela Merkel in the lower house of parliamant, Bundestag, during the German presidential election at the Reichstag in Berlin June 30, 2010. While the head of state is a largely ceremonial post, Wednesdays vote has become a litmus test of Merkel's authority as her coalition stumbles lower in opinion polls just when Europe is looking to Germany for strong leadership in the economic crisis.         REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: POLITICS)Seit Tagen rennen sie mit einem breiten Dauergrinsen durch die Medien. Unsere Kanzlerin Angela Merkel und ihre First Lady Westerwelle. Siegessicher sind sie sich gewesen, was ihren Kandidaten zum Amt des Deutschen Bundespräsidenten angeht. Und auch Christian Wulff, Merkels ganz persönlicher Vorschlag zur Wahl, war sich siegessicher.

Ein kurzer Arbeitsmittwoch sollte es werden, der 30. Juni 2010. Bei 644 Wahlleuten aus den eigenen Reihen und einer nötigen Mehrheit von nur 623 Stimmen war es eine klare Sache. Die Wahl geht im ersten Wahlgang durch.

Doch mitnichten. Ganze 600 Stimmen konnte Wulff auf sich vereinen, und das ist definitiv zu wenig um die Wahl zu gewinnen, zumindestens im ersten (und auch zweiten) Wahlgang, wo noch eine absolute Mehrheit notwendig ist.

Gegenkandidat Joachim Gauck, die anderen Beiden kann man getrost vernachlässigen, sind sie doch eher aus Protest aufgestellt worden, kam im übrigen auf 499 Stimmen, was eindeutig mehr Stimmen ausmacht als SPD, Grüne und freie Wähler am Start sind, was aber natürlich nicht ausreicht um die Wahl zu gewinnen, nicht einmal im dritten Wahlgang. Aber für eben diesen dritten Gang zur Urne hat sich die Linke bisher alle Optionen offen gehalten, die momentan noch artig für ihren eigenen Kandidaten abstimmen.

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