Lena Meyer-Landrut - fürchterliches Englisch bescheinigt

geschrieben von | Donnerstag, Mai 20, 2010 9 Kommentare
SKL Show 'Tag Des Gluecks'Lena, unser Star für Oslo, wurde jetzt im SPIEGEL von einem britischen Journalisten ein fast unverständliches Englisch bescheinigt. Mark Espiner schreibt im Magazin über den Dialekt, bzw. über das was die Deutschen für Dialekt halten, und lässt dabei nicht wirklich viel Gutes an Lena. Er schreibt dort u.a., dass Lena mutwillig und mies Dialekte mixt und sich dabei anhört wie ein schwedischer Sprachtherapeut, der Ali G. imitiert.

Weiter behauptet Espiner, dass er "ganz im Gegensatz zu ihren eingefleischten Fans, die behaupten, ihr Akzent sei brillant" nur zu einem Schluss kommt: "Lenas Englisch klingt wirklich, wirklich seltsam". Bei vielen Textpassagen ihrer neuen CD sei er froh gewesen ein Textbuch vorliegen gehabt zu haben, ansonsten hätte er nicht gewusst was, bzw. worüber Lena singt.

Lena wurde schon zu USFO Zeiten von den Juroren für ihr sauberes Englisch gelobt, sie klänge, als ob sie ganz genau wüsste, was sie singt. Aber schon zu der Zeit wurden Stimmen laut die behaupteten, ihr angeblich so brillanter Cockney Dialekt sei alles, nur eben kein Cockney-Dialekt. Von ihren Fans wurde das als Dummgeschwätz von Neidern abgetan. Alle schulenglisch gebildeten Teenies waren sich sicher, Lena sei perfekt.

Als britische Wettbüros Lena Siegchancen zusprachen waren sich die Fans und Lena selbst wieder einig. Wenn sogar die Engländer sie ganz oben sehen, dann muss ihr Englisch doch schließlich perfekt sein. Das Wettbüros nur die Quoten der wettenden Bevölkerung wiedergeben und nicht die Zuneigung des Brokers zu einer Sängerin, wurde dabei geflissentlich übersehen.

Je größer der Hype um Lena wurde, um so mehr Stimmen wurden laut, die Lena zur Lachnummer der englischsprachigen Länder erklärten. Auch hier wurde wieder abgewunken, Deutschland war sich doch sicher ein perfektes Englisch heraus zu hören. Was die ersten native speaker dazu sagten war egal, Neid zu unterstellen funktionierte noch immer.

Nun ist es ein britischer Journalist, der in einem der größten deutschen Magazine spricht und erneut behauptet, Lena könne kein Englisch, versuche nur einen Akzent zu imitieren und würde daran mehr als kläglich scheitern. Bleibt abzuwarten, wie die Fans diesmal reagieren. Ich nehme an, es läuft so langsam auf ein "ist doch egal wie sie spricht, immerhin kann sie singen" hinaus. Darauf würde sich mir dann aber die Gegenfrage aufdrängen: "kann sie wirklich singen?"

So i wonder...

9 Kommentare:

werbezwerg hat gesagt…

Tja ... da hat der SPIEGEL-Schreiberling absolut richtig kommentiert. Cockney Englisch sollte man doch wirklich den Briten überlassen, sonst klingt es einfach wie eine Billig-Satire auf Lilly Allen und deren Kollgeginnen.
Und wer Zweifel am Unvermögen von Lena Meier-Landrut hat, sollte sich einfach mal z.B. ein Lily Allen Album zulegen und dann vergleichen.
Ein Tipp für alle, die es ausprobieren wollen und auch WIRKLICH in der Lage sind, Akzente zu Vergleichen ---> Vorher nichts essen ... es könnte Ihnen übel werden, sobald Sie unser hochgepushtes Oslo-Sternchen einlegen.

Daniela hat gesagt…

Thank you so much! Endlich jemand der auch hört, dass das Wort DAI nicht existieren kann *lol+...

marco hat gesagt…

Ich lerne auch in der Schule Englisch und wunderte mich warum ich von Lena kein Wort verstehe, zuerst dachte ich es liegt an mir, so gut ist mein Englisch auch nicht. Dann dachte ich mir, evnt. ist ihr Englisch einfach nur schlecht also hab ich mal Google gefragt und hab deinen Blog gefunden :)

ich bin froh, dass es nicht an mir liegt, hab nähmlich auch mal bei Lily Allen reingehört und da verstehe ich die Texte ganz gut.

Jakob hat gesagt…

Als Fluglotse höre ich jeden Tag viele verschiedene Formen von Englisch, und muss sagen, dass Lenas gar nicht so unverständlich ist, wie es von manchen in den Medien dargestellt wird. Ich halte es für persönliche Geschmacksache, ob man Ihren künstlichen, erfundenen Dialekt nun mag oder nicht. Ich selber halte es für mutig und bewundernswert mal ein etwas anderes Englisch von einer deutschen Künstlerin zu hören. Vor allem wenn mann es mit den fast 100% aller deutschen vergleicht, die kaum oder kein vernünftiges Englisch sprechen (oder gar verstehen). Also, anstatt sich aufzuregen, vielleicht einfach mal ignorieren, dass es nicht perfektes, reales Englisch ist, und die Texte vielleicht nicht immer die Inhaltlich am anspruchsvollsten sind, da sich die Lieder insgesamt doch eigentlich sehr gut anhören.

dastotekaninchen hat gesagt…

ist doch lustig wie ahnungslos selbst dieser blogschreiber ist.
kaum macht ein jounalist einen kommentar wird doch das ganze gleich für die absolute wahrheit gehalten. soviel zum thema meinungsmache und blinden folgen....
zeigt wohl das all jene die das nachplappern selbst absolut keine ahnung von englisch haben und in london selbst mit 5tsd pfund in der tasche verhungern müssten....


fakt ist: stimmt es ist kein wirklich britischer akzent.
fakt: es ist aber absolut nicht unverständlich
fakt: wenn man amerikanisches, canadisches, australisches und britisches englisch kennt mit all seinen faceten so ist das was lena da macht alles andere als schlecht besonders beim gesungenen teil und keineswegs falsch.

bei interviews hat sie so ihre schwächeren momente was aber völlig normal ist als nicht native speaker besonders im stress eines interviews. und auch hier ist sie gar nicht so schlech.. aber natürlich keine geborene britin .

und ich frag mich überhaupt was die diskussion eigentlich soll.
die leute mögens offensichtlich und sie selbst hat nie behauptet da besonders gut zu sein (obwohl sie definitiv überdurschnichtlich gut ist und um welten besser als die meisten politiker)

und warum man unbedingt alles nachplappern muss was ein arbeitsloser jounalist (der selbst keiner ist da diese art der berichterstattung des wortes jounalist eigentlich nicht würdig ist) da von sich gibt nur weil er aus england kommt.

an ingnoranz wohl kaum zu überbieten.. selbst nie was zustande bringen und daher alle schlecht machen dies doch tun.. dann fühlt man sich doch wirklihch gleich besser

Bobo hat gesagt…

Na ja, für den ahnungslosen hört sich ihr Dialekt schon seltsam an. Dachte auch erst, die kann ja gar kein Englisch, aber irgendwie passt es zu Lena.

Tomtom hat gesagt…

Mark Espiner ist vielleicht eher so etwas wie ein "grumpy old men". Ob die Engländer ihr Englisch verstehen, würde mich durchaus mal interessieren. Unterschiedlichen Kommentaren scheint man aber entnehmen zu können, daß diejenigen, die sie verstehen wollen, das auch ohne Probleme schaffen. Bei Mark Espiner ist es vielleicht wie beim Suppenkasper: "nein, nein, nein, diese Lena Meyer-Landrut verstehe ich nicht". Nun gut, wenn er nicht will. Ich bin zwar kein Engländer, muß aber mal sagen, daß es durchaus Engländer gibt, deren Gesang ich sehr gut verstehe (Frank Turner, Jarvis Cocker), bei anderen hingegen muß ich ins Textbuch schauen (z.B. Damon Albarn). Allein das scheint also kein Maßstab für gutes Englisch zu sein.
Zumindest mal für uns Deutsche ist ihr Englisch ziemlich gut, weil wir es gut verstehen können. Es wird für Engländer also vermutlich typisch deutsch klingen, eventuell etwas hart. Also kaum perfekt, daß würde ich von einer Neunzehnjährigen mit gerade mal fünf Jahren Englischunterricht nicht erwarten.
Aber jammern kann man immer, vielleicht auch darüber, daß das "Mutterland der Popmusik" es irgendwie nicht auf die Reihe bekommt, einen anständigen Beitrag zum ESC abzuliefern seit plötzlich alle auf Englisch singen dürfen. Oi dont't give a shit ;-)

Werbeagentur DANUELA hat gesagt…

Mag ja sein, dass man da nicht von einem Dialekt reden kann/will, aber eigentlich ist's ja auch sch...egal - hauptsache man spricht drüber!

... und ganz falsch kann sie ja damit nicht gelegen haben ;-)) gelle?

Arsch hat gesagt…

 man versteht sie auch so.

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