Busse und Bahnen fahren ab Montag wieder in Berlin

geschrieben von | Sonntag, März 16, 2008 Kommentar hinterlassen

Inzwischen hat es die BVG geschafft, Informationen bereitzustellen.

Da ich aber just JETZT zur Arbeit muss, kann ich euch nicht wirklich darüber berichten. Um Euch aber dennoch den gewohnten Service zu bieten, stelle ich euch hier mal den Originaltext der BVG rein.

Busse und Bahnen fahren ab Montag wieder

BVG Fahnen

Weil große Teile der BVG weiter bestreikt werden, muss mit Behinderungen und Einschränkungen gerechnet werden.

Von Montag, 17. März 2008, Betriebsbeginn (cirka 4:30 Uhr) an ist der bisherige, streikbedingte Notfahrplan beendet und U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nehmen den Betrieb wieder auf, ohne allerdings zu 100 Prozent den regulären Verkehr gewährleisten zu können. Da nach wie vor neben der gesamten Verwaltung auch wichtige betriebliche Einrichtungen wie alle Fahrzeugwerkstätten bestreikt werden, muss mit teilweise gravierenden Einschränkungen beziehungsweise Behinderungen auf allen Linien gerechnet werden.

Die U-Bahn wird ab Montag mindestens im 10-Minuten-Takt auf allen Linien verkehren, der reguläre Fahrplan ist nach wie vor außer Kraft gesetzt. Damit kann die U-Bahn die Grundversorgung anbieten und schont vor allem Ressourcen, da wegen der weiterhin bestreikten Werkstätten Fahrzeuge weder gewartet noch repariert werden können. Da die Bauarbeiten auf der U3 während des Streiks nicht durchgeführt werden konnten, bleibt der Schienenersatzverkehr zwischen Breitenbachplatz und Fehrbelliner Platz vorerst weiter bestehen. Es muss damit gerechnet werden, dass er am Montag noch nicht im vollen Umfang zur Verfügung steht.

Auch bei Bussen und Straßenbahnen werden die Werkstätten weiter bestreikt. Dadurch kann es zu Fahrzeugausfällen kommen, so dass einzelne Fahrten ausfallen können. Es gilt der Ferienfahrplan. Die während des Streiks im Notfahrplan eingesetzten Busse von privaten Unternehmern werden ab Montag wieder auf ihren regulären Linien eingesetzt.

Die Mitarbeiter des Bereichs Sicherheit und Service sind, bis auf das EBE-Büro, im Einsatz.

Defizite bei Fahrgastinformation und bei Verkaufsstellen
Zu Defiziten wird es in der Fahrgastinformation kommen. Da das Call Center der BVG

Durch den Streik sind eine ganze Reihe der Daisy-Anzeiger ausgefallen, ihre Reparatur wird ebenfalls dauern, da die zuständigen technischen Einrichtungen auch weiterhin bestreikt werden. Ob die Anzeigen vollständig funktionieren, ist zur Zeit noch offen. Da auch die Zentrale Leitstelle weiterhin nicht zur Verfügung steht, wird derzeit an einem Konzept für aktuelle Verkehrsinformationen gearbeitet. Das betrifft den Verkehrsfunk der Medien, aber auch die elektronische Fahrplanauskunft.
weiterhin nur in der Notbesetzung mit drei Mitarbeitern arbeiten darf, muss dort mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Weiterhin geschlossen sind auch das EBE-Büro (die Fristen verlängern sich automatisch), das Fundbüro und sämtliche BVG-eigenen Verkaufsstellen und Kundenbüros.

"Meilenweit entfernt von der Normalität"
"Wir machen am Montag alles möglich, was betrieblich geht!", sagte dazu der Vorsitzende des BVG-Vorstandes, Andreas Sturmowski. "aber wir sind meilenweit entfernt von der Normalität, wenn alle Werkstätten, große Teile der Leitstellen und die gesamte Verwaltung weiterhin von ver.di bestreikt werden."

Sturmowski wies am Sonntag ebenfalls Vorwürfe von ver.di-Verhandlungsführer Bäsler zurück, dass sich die BVG in den Gesprächen "nicht bewegt habe". Während das erste Angebot lediglich reale Zuwächse für die Neubeschäftigten vorgesehen habe und eine Anrechnung der Tariferhöhung auf den Sicherungsbetrag für die Altbeschäftigten, habe die BVG zuletzt reale Zuwächse für Neu- und Altbeschäftigte angeboten, die zudem nicht auf den Sicherungsbetrag angerechnet werden sollten. "ver.di hat die Gespräche für gescheitert erklärt, obwohl wir Einkommenssteigerungen in Höhe von 20 Millionen Euro für zwei Jahre angeboten haben.", so Sturmowski. Das sei nicht nur eine gewaltige Summe, der Vorstand sei auch bereit gewesen, über die Aufteilung mit sich reden zu lassen. "Wir sind damit bis an die Schmerzgrenze gegangen. Jeder, der mehr fordert, muss wissen, dass er die Substanz des Unternehmens angreift und den Bestand der BVG gefährdet!"

So führe dieses Angebot bis zum Jahr 2020, dem Ende des Verkehrvertrages mit dem Land Berlin, bei der BVG zu einer Verschuldung von 1,7 Milliarden Euro, obwohl darin bereits jährlich zwei Prozent Einnahmen aus Tariferhöhungen eingeplant seien, so Sturmowski.

Er hoffe trotz der Absage ver.dis auf weitere Gespräche. Jetzt sei es erst einmal wichtig, den Verkehr wieder aufzunehmen. "Ich bin überzeugt davon, dass alle unsere Mitarbeiter, auch die, die in den letzten Tagen gestreikt haben, wissen was sie unseren Fahrgästen schuldig sind und wir alles tun werden, damit am Montag so viel Busse und Bahnen wie möglich für die Berliner und ihre Gäste, die Ostern in die Stadt kommen, fahren können."

Quelle: www.bvg.de

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