Gottschalk und die Buntstifte

geschrieben von | Sonntag, Januar 27, 2008 Kommentar hinterlassen
Gottschalk und Buntstifte, dass ist keine gute Kombination.
Wir erinnern uns zurück an den 3. September 1988 als Titanic-Redakteur Bernd Fitz unter dem Namen Thomas Rautenberg in der Sendung auftrat und behauptete, dass er die Farbe von Buntstiften an deren Geschmack erkennen könne. Er gewann die Wette, nutzte aber einen billigen Trick, indem er unter der nicht ganz fest sitzenden Brille hindurchschmulte. Ein Trick der auch auf der einen oder anderen Bühne von Magiern benutzt wird.
Gestern war es dann erneut so weit. Gottschalk holte sich wieder Buntstifte in seine Sendung. Diesmal wird die Farbe am Geräusch erkannt, wenn ein Strich mit dem Stift gemalt wird. So weit, so gut. Den Strich macht nur nicht Gottschalk, sondern die Tochter des Kandidaten (ebenso wie vor einigen Monaten ein Gehilfe das Glas zerbricht, dass zu erraten ist, etc.).
Nun sollte man denken, dass in Zeiten der Uri Geller Show und vor allem bei einer erneuten Buntstiftwette die Redaktion von Wetten dass ..? besser recherchiert und hinschaut.
Aber nein, man unterliegt hier einem mittelmässigen Magier- bzw. Mentalistentrick der tausendfach aufgeführt und aufgelöst wurde. Und dass auch noch von einem Kandidaten, Alfred Weber, der bereits vor 5 Jahren mit einem anderen Zaubertrick, dem "magischen Quadrat" Wettkönig wurde, bevor die Auflösung des Tricks bundesweit für Aufregung sorgte.
In der grössten und teuersten deutschen TV-Show erwarte ich da einfach bessere Redaktionsarbeit im Vorfeld, oder Wetten dass ..? versinkt ganz schnell auf das Niveau der Show des israelischen Löffelverbiegers Uri Geller.
Für letzten Samstag war die Recherchearbeit nur eines - peinlich!
So i wonder...

Foto © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO

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